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Welche Schallschutzklasse brauche ich?
Die Schallschutzklasse sagt, wie gut eine Box Gespräche nach außen abschirmt. Für die meisten Büros reicht Klasse B. Für vertrauliche Gespräche oder sehr ruhige Räume lohnt Klasse A.
Was die Klasse misst
Seit 2020 gibt es mit der Norm ISO 23351-1 ein einheitliches Messverfahren für Telefonboxen und Meetingboxen. Gemessen wird die sogenannte Sprachpegelminderung (DS,A) in Dezibel: Wie viel leiser kommt Sprache aus der Box draußen an? Daraus ergibt sich eine Klasse von A+ (beste Abschirmung) über A, B und C bis D.
Geschlossene Büroboxen erreichen typischerweise Werte zwischen etwa 15 und 30 dB. Die Boxen in unserem Bestand liegen nach Herstellerangaben meist zwischen 27 und 34 dB.
Welche Klasse für welchen Zweck?
- Klasse A+ und A: für vertrauliche Gespräche, etwa Personal- und Kundengespräche, Verhandlungen oder Gespräche über Gesundheit und Finanzen. Auch in sehr ruhigen Büros sinnvoll.
- Klasse B: für die meisten Telefonate, Videocalls und Fokusarbeit im Großraumbüro. Gespräche sind draußen allenfalls gedämpft zu hören, aber nicht zu verstehen.
- Klasse C und D: Ob man draußen etwas versteht, hängt stark von der Umgebung ab. Für vertrauliche Gespräche sind diese Klassen nicht gedacht.
Je ruhiger das Büro, desto besser muss die Box dämmen
Das klingt zunächst widersprüchlich: In einem lebhaften Großraumbüro überdecken Gespräche, Tastaturen und Lüftung das, was aus der Box dringt. In einem sehr ruhigen Büro oder Flur fällt dagegen schon leise Sprache auf. Stellen Sie eine Box an einen ruhigen Ort, planen Sie lieber eine Klasse höher.
Vorsicht beim Vergleichen von dB-Werten
Hersteller nennen unterschiedliche Werte, die nicht direkt vergleichbar sind. Die Sprachpegelminderung nach ISO 23351-1 bewertet die ganze Box mit Tür, Glas und Lüftungsöffnungen. Daneben findet man oft das Schalldämmmaß Rw einzelner Bauteile, etwa der Wand oder des Glases. Diese Werte sind deutlich höher.
Ein Beispiel aus unserem Bestand: Die König + Neurath QUIET.BOX hat Wände mit Rw,p 42 dB und Akustikglas mit Rw 37 dB. Als ganze Box erreicht sie Klasse B. Vergleichen Sie deshalb möglichst die Klasse nach ISO 23351-1.
Was 25, 30 oder 35 dB in der Praxis bedeuten
Eine Faustregel hilft: 10 dB weniger empfindet unser Ohr etwa als halb so laut. Ein normales Gespräch hat in einem Meter Abstand rund 60 dB. So kommt es mit Box ungefähr draußen an:
| Schallreduktion der Box | Draußen kommen an | Das ist ungefähr wie … |
|---|---|---|
| 25 dB | ca. 35 dB | leises Gespräch in einer ruhigen Bibliothek, etwa ein Sechstel so laut |
| 30 dB | ca. 30 dB | Flüstern, etwa ein Achtel so laut |
| 35 dB | ca. 25 dB | noch leiser als Flüstern, ähnlich leisem Blätterrauschen, etwa ein Zehntel so laut |
Mit anderen Worten: Bei 35 dB Reduktion klingt es draußen, als würde Ihr Kollege in der Box nicht mehr normal sprechen, sondern nur noch ganz leise flüstern. Das ist eine Vereinfachung. Wie viel man draußen tatsächlich hört, hängt auch von Abstand, Raum und Grundgeräusch ab.
Auch die Akustik innen zählt
Für die Gesprächsqualität ist wichtig, dass es in der Box nicht hallt. Gepolsterte Akustikpaneele an den Innenwänden sorgen dafür, dass Ihr Gegenüber Sie im Videocall klar versteht. Bei gebrauchten Boxen sollten außerdem die Türdichtungen intakt sein, denn sie sind eine typische Schwachstelle.
Beispiele aus unserem Bestand
Derzeit haben wir unter anderem Modelle der Klasse A wie die HUUS One (Telefonbox) sowie die Nurus Calma Large und die König + Neurath QUIET.BOX Duo XL (Meetingboxen). Viele weitere Boxen erreichen Klasse B. Den Wert finden Sie jeweils in der Produktbeschreibung.
Persönliche Beratung: Sagen Sie uns, wofür Sie die Box brauchen, wie viele Personen sie nutzen und wo sie stehen soll. Wir schlagen Ihnen passende Modelle aus unserem Bestand vor, mit Preis inklusive Lieferung und Aufbau.
